-- WEBONDISK OK --
search
add
Die Contentplattform
Wissen auf einen Klick
14. Oktober 2020
Arbeitsschutz
Offensive Psychische Gesundheit
Wann wird aus Stress Erschöpfung?
Kampagnenmotiv Offensive Psychische Gesundheit: Paketbote (Foto: inqa/BMAS)
Die Grenzen zwischen psychischer Belastung, Stress und Überforderung sind fließend. Deshalb ist es so wichtig, Belastungen ernst zu nehmen, offen mit ihnen umzugehen und Unterstützung zu suchen. Um die psychische Gesundheit in allen Lebenswelten zu stärken, ist ein bisher einmaliges Bündnis in Deutschland an den Start gegangen: die Offensive Psychische Gesundheit.
Wann wird aus Stress dauerhafte Erschöpfung? Wann wird aus gefordert sein überfordert sein? Und wann wird aus Alleinsein Einsamkeit? Die Grenzen zwischen psychischer Belastung, Stress und psychischer Überforderung sind fließend. Deshalb ist es so wichtig, Belastungen ernst zu nehmen, offen mit ihnen umzugehen, darüber zu sprechen und Unterstützung zu suchen. Um diese Botschaft zu stärken, geht die Offensive Psychische Gesundheit mit einer Informationskampagne in die breite Öffentlichkeit. Diese richtet sich an Menschen in allen Lebensbereichen – am Arbeitsplatz, in der Schule, im Studium, im Familien- und Freundeskreis und vielen mehr und wird unterstützt von den Partner*innen der Offensive, die sie als wichtige Multiplikator*innen in ihre Lebensbereichen und Zielgruppen tragen.
Das Projekt ist eine ressortübergreifende Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit breiter Unterstützung der Präventionslandschaft.
Ihre gemeinsamen Ziele sind:
mehr Offenheit im Umgang mit psychischer Gesundheit – in Beruf, Schule, Ausbildung, Ruhestand, Verein, Familie, Freundeskreis
stärkere Vernetzung der Präventionsakteur*innen und Verzahnung ihrer Hilfsangebote
bessere Übersicht der Präventionsangebote für Betroffene und frühzeitigere Nutzung
Informationskampagne für die Öffentlichkeit, Dialogformate für die Fachwelt
Wichtiger Bestandteil der Offensive ist eine Kampagne , die für mehr Aufmerksamkeit und einen offeneren Umgang mit psychischen Belastungen in den Lebenswelten wirbt. Die Kampagne will Menschen motivieren, aufmerksam bei sich selbst und Menschen im Umfeld zu sein, wenn aus Belastung und Stress eine dauerhafte Überforderung zu werden droht. Um Probleme im eigenen Umfeld offen anzusprechen, unterstützt die Offensive auch mit einer Gesprächsanleitung mit praktischen Hinweisen, wie im persönlichen oder beruflichen Umfeld das Thema „psychische Belastung“ niedrigschwellig angesprochen werden kann. Darin finden sich bewährte Strategien, die Gespräche über die psychische Gesundheit erleichtern. Darüber hinaus erhalten die Präventionsakteur*innen in zwei Dialogveranstaltungen Raum für Austausch und Vernetzung sowie die Verabredung gemeinsamer Maßnahmen für einen leichteren Zugang zu Präventionsangeboten.
Präventionsakteur*innen und Prominente unterstützen die Offensive
Die Offensive Psychische Gesundheit wird von der Breite der Präventionslandschaft getragen: Gesetzliche und private Krankenkassen, Unfallversicherungsträger und Berufsgenossenschaften, die Deutsche Rentenversicherung, die Bundesagentur für Arbeit, berufsständische Verbände von Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen sowie Bündnisse und Betroffeneneinrichtungen im Bereich psychische Gesundheit vernetzen sich, damit die Angebote transparent und für Betroffene leichter zu finden sind. Darüber hinaus geben mehrere Prominente , darunter Skisprunglegende Sven Hannawald und die Bloggerin Victoria van Violence, der Offensive ein Gesicht, indem sie offen von ihren persönlichen Erfahrungen mit psychischer Belastung und der Bedeutung von Prävention sprechen. Das BMAS hat die Offensive Psychische Gesundheit aus INQA heraus entwickelt und konzipiert.
Lernen Sie die Offensive Psychische Gesundheit kennen und nutzen Sie die Hilfsangebote!
Alle Informationen zur Offensive Psychische Gesundheit finden Sie hier übersichtlich aufbereitet. Hier können Sie auch die Gesprächstipps herunterladen und passende Hilfsangebote finden!
Das könnte Sie auch interessieren:
Covid-19: Deutschlandweite Studie
24.08.2020
 
Welche Auswirkungen die Covid-19-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Beschäftigten im Gesundheitswesen hat, zeigt die erste deutschlandweite Studie der Augsburger Universitätsmedizin. Trotz hoher psychischer Belastung – gerade beim Pflegepersonal – gibt es Zufriedenheit mit den Eindämmungsmaßnahmen, die von Krankenhäusern und dem Staat ergriffen wurden. mehr …
Handlungshilfen der DGUV
03.08.2020
 
Arbeitsverdichtung, Existenznot, die Umstellung auf Homeoffice und die ständige Angst vor einer Infektion - viele Beschäftigte stehen während der Coronavirus-Pandemie unter hohem psychischem Druck. Führungskräften stellt sich daher die Frage, wie sie die Gesundheit ihrer Beschäftigten über den Infektionsschutz hinaus erhalten und verbessern können. Zwei neue Handlungshilfen unterstützen Arbeitgebende und Verantwortliche für Sicherheit und Gesundheit in den Betrieben, die psychische Belastung während der Pandemie im Blick zu behalten. mehr …
Studie
11.12.2019
 
Besonders junge Leute haben Angst vor psychischen Erkrankungen: 42 Prozent der 14- bis 29-Jähigen fürchten, an einer Depression, Angststörung oder an anderen Seelenleiden zu erkranken. Zum Vergleich: Über alle Altersgruppen hinweg sagen das 30 Prozent. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie der DAK-Gesundheit. mehr …
ESV-Redaktion Arbeitsschutz/inqa
ESV-Digital Arbeitssicherheit
Jahresabonnement (Einzellizenz)
EUR (D) 4,95
Nettopreis pro Monat
Bitte wechseln Sie auf eine breitere Darstellung.
Für optimale Übersichtlichkeit ist die Darstellung von ESV-Digital auf breitere Anzeigen beschränkt.